Es hätte einen Knall geben müssen, ein lautes Geräusch, aber nichts war zu hören: nicht das Brummen des Motors beim Anfahren, nicht das Rollen der Reifen oder das Holpern des Wagens über die Schienen, nicht einmal das Rauschen von Blut unter der Haut. „Weißt du“, flüsterte sie, „Krähen singen nicht, nicht einmal sangen sie, nicht einmal für mich.“
(Aus: “Bis zur Brücke”)

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Der Prosaband “Rückwärtslaufen” erscheint im Oktober 2011 in der Edition Muschelkalk im Wartburg-Verlag Weimar.
Herausgeberin ist die Literarische Gesellschaft Thüringen (LGT).
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Als Lyrikerin hat sie mit „Salinenland“ 2009 bereits ihr Buchdebüt gegeben. Jetzt ist die aus Jena gebürtige und in Leipzig lebende Autorin erstmals als Erzählerin zu erleben. Katrin Marie Mertens ebenso subtile wie fragile Geschichten variieren vor allem das unerschöpfliche Thema der zwischenmenschlichen Beziehungen. (Wartburg Verlag)

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“Rückwärtslaufen” bestellen beim Wartburg Verlag (978-3-86160-335-1)
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MEINUNGEN:

“Es ist kein falscher Ton in diesen Texten. Bei jedem Wort, das sie niederschrieb, hat Katrin Marie Merten in sich hineingelauscht, ob sie es genauso meint. Rundum Kulissen, Inszenierungen, Rollenspiele – sie fragt sich, wo das Echte
ist, und sei es nur im eigenen Leben.” Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland 9. Februar 2012

 

“Katrin Marie Merten hat wie schon in den Gedichten ihren eigenen Ton gefunden. Es sind stille, intime Geschichten, gleichsam Kammerspiele, wenn über menschliche Beziehungen, oft Zweierbeziehungen, in ihrer Gefährdung und Verletzlichkeit erzählt wird. Sie sind durchweht von einer Sehnsucht nach Zuwendung und Mitmenschlichkeit. Wohl wissend, auf welch brüchigem Boden der Einzelne steht. Oft scheint es, die Protagonisten können die Türen zur Welt nicht mehr öffnen.”
Martin Straub, Thüringer Allgemeine 04. Februar 2012.

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Es ist nicht nur ein Buch mit Geschichten, sondern auch eine literarische Selbstsuche der Autorin. In elf Kurzgeschichten
verhandelt sie ihren eigenen Ton, ihre Sujets. Hauptsächlich spielen zwischenmenschliche Beziehungen eine Rolle. Es geht um Liebende, Geschwister, Eltern und Kinder, auch Menschen und Tiere, und oft geht es um das Was-wärewenn.”
Peggy Neidel, Junge Welt vom 15. März 2012