REZENSIONEN des Gedichtbandes „Salinenland“, Auszüge:

„Mertens „Salinenland“ erzählt wie nebenbei geflüstert von Gängen durch die Salinen unserer Innenwelt in den Passagen der Außenwelt. Dabei gewinnt sie dem Beiläufigen hintergründige Reize ab: Es sind Gedichte, die an den Rändern von Wahrnehmung und Gefühl oszillieren […] Trotz einiger Redundanzen und ungewollter Brüche darf man „Salinenland“ zu den verheißungsvollen Lyrikdebüts der Saison zählen.“ Jan Volker Röhnert, Der Tagesspiegel, Berlin (15. 11.2009).

 

Auch im Feuilleton des ND wurde Salinenland gelesen. Von „schwebend-schönen Gedichten“ ist die Rede dort (Wochenendbeilage vom 28./29. 11.2009).

 

„Überhaupt geht es in »Salinenland« um verschwimmende Grenzen, sich verflüchtigende Horizonte und ausgefranste Ränder der vermeintlichen Realität. Wirklich gut wird der Band in den feinen Beobachtungen von alltäglich geläufigen Wahrnehmungen, dann wenn zum Beispiel das rissige Holz eines alten Tisches zur Landkarte gerät oder Räume ihre »Muster im Mauerwerk«, verborgen in Raufasertapete und hineintapezierte Lebensgeschichten, nur zögerlich preisgeben.“ (Katrin Greiner, Neues Deutschland, 07.01.2010).

 

„Mertens Texte haben etwas Klassisches in ihrer Zurückhaltung, ihrer reinen Verdichtung und dem Verzicht auf jene alten Spielereien, mit der die Vertreter der »Lyrik von jetzt« sich voneinander abzuheben versuchen. Schön daran ist, dass das Ergebnis nicht konservativ sein muss – sondern einfach gekonnt. Merten verzichtet auf jeglichen revolutionären Gestus, eben, weil sie es sich leisten kann. Ihre taktvollen Marginalien sind ein überaus gelungenes Debüt.“ Hannes Bajohr, goldmag.de, (23.01.2010).

 

„Salinenland ist von der ersten bis zur letzten Silbe ein durchkomponierter Strom, der seine ureigenste Melodie summt, seinem Rhythmus folgt, sich nie ablenken lässt, nie zu weite Wege macht.“ (Alma, lovelybooks, 25.01.2010).

 

„Es ist eine Art inneres, um Unaus­gesprochenes kreisendes Beben und Zittern, um das diese Gedichte kreisen.“ Stephan Turowski, im Poetenladen am 22.02.2010)

 

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„Hier aber war ein Gedicht besser als das andere, ergänzten sie einander zu einer großen Komposition, die sich unaufdringlich, leise, ohne Pathos, doch umso intensiver einprägt.“ (Jens-F. Dwars, in: Palmbaum 1-2010, März 2010).

 

„… Zeilen, die sich lesen, wie die Verdichtung von Hanekes „weißem Band“.“  (Wilhelm Pauli, in: Forum Kommune 3-10, Juni 2010).

 

„… Ganz kalkuliert und kunstvoll wird hier ein Klang- und Bewegungsraum aufgebaut, in dem der Leser sich am Ende wie ein schwingendes Pendel fühlt, das hier und da und dort anstößt und einen weichen Hall erzeugt. […] Ein alltägliches, tausendmal erlebtes, monotones Hin und Her, was das Gedicht nicht beschönigt und doch mit genau kalkulierter Grazie transzendiert.“ (Gisela Trahms, in: Neuer Wort Schatz [14] im titel.magazin, Dezember 2008).
„Salinenland“ bestellen beim Allitera Verlag (978-3-86906-079-8).


 

REZENSIONEN des Prosabandes „Rückwärtslaufen“, Auszüge:

 

„Es ist kein falscher Ton in diesen Texten. Bei jedem Wort, das sie niederschrieb, hat Katrin Marie Merten in sich hineingelauscht, ob sie es genauso meint. Rundum Kulissen, Inszenierungen, Rollenspiele – sie fragt sich, wo das Echte
ist, und sei es nur im eigenen Leben.“ Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland 9. Februar 2012.

 

„Katrin Marie Merten hat wie schon in den Gedichten ihren eigenen Ton gefunden. Es sind stille, intime Geschichten, gleichsam Kammerspiele, wenn über menschliche Beziehungen, oft Zweierbeziehungen, in ihrer Gefährdung und Verletzlichkeit erzählt wird. Sie sind durchweht von einer Sehnsucht nach Zuwendung und Mitmenschlichkeit. Wohl wissend, auf welch brüchigem Boden der Einzelne steht. Oft scheint es, die Protagonisten können die Türen zur Welt nicht mehr öffnen.“ Martin Straub, Thüringer Allgemeine 04. Februar 2012..

 

„Es ist nicht nur ein Buch mit Geschichten, sondern auch eine literarische Selbstsuche der Autorin. In elf Kurzgeschichten verhandelt sie ihren eigenen Ton, ihre Sujets. Hauptsächlich spielen zwischenmenschliche Beziehungen eine Rolle. Es geht um Liebende, Geschwister, Eltern und Kinder, auch Menschen und Tiere, und oft geht es um das Was-wäre-wenn.“ Peggy Neidel, Junge Welt vom 15. März 2012.

 

„Beeindruckend auch das verhaltene und dennoch sehr nahegehende Porträt einer kranken Frau, einer Außenseiterin „auf der anderen Seite der Straße“ (Krista), und die konzentriert zu Papiergebrachte, wundervoll wehmütig imaginierte „Berlin-Reise-Story“ (Rückwärtslaufen) von Karl, dem Künstler aus Kreuzberg, und seinem Zufallsmodell aus der Provinz.“ C. David, SAX 07/12.

 

„Katrin Marie Merten hat mit „Rückwärtslaufen“ Neuland betreten: Prosa. Ihre Schreibe bleibt aber altbewährt: Fabelhaft. Katrin Marie Merten schreibt über Beziehungen, über Zwischenmenschliches, die Liebe zum Tier. In ihren elf Kurzgeschichten ziehen sich die starken Figuren an, oder stoßen sich unendlich ab. Ihre Geschichten handeln von Zuwendung und Sehnsucht, von familiärer Gewalt, Krankheit, Arbeitslosigkeit und Ärger mit den Eltern. Merten hält ganz besondere Momente fest. Stille, intime Geschichten sind es.“ MDR, 21.02.2012

„Rückwärtslaufen“ bestellen beim Wartburg Verlag (978-3-86160-335-1)