SALINENLAND

Cover: Salinenland Gedichte

Oft sind es nur leichte Bewegungen, die sich in musikalischen Wort- kombinationen spiegeln – Innenansichten zwischen Traum und Wachen, wobei die Grenzen zwischen Innen und Außen fließend sind. Formell nachvollziehbar auch an den wandernden Gedichttiteln, die mal oben, unten oder in der Mitte stehen.

»Salinenland« wird vorstellbar als Ort zwischen Nacht und Tag, wo Salz aus Träumen gewonnen wird und »das schwebende Licht« von der Erwartung auf Kommendes kündet. Vom Schwebezustand ausgeschlossen bleibt einzig die Sprache: »wenn Körperkonturen zu weichen beginnen/ und plötzlich sicher ist,/ dass nichts bleibt,/ als das, was in Sätzen geschlossen zitiert«.

Leseprobe.
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REZENSIONEN

“Mertens „Salinenland“ erzählt wie nebenbei geflüstert von Gängen durch die Salinen unserer Innenwelt in den Passagen der Außenwelt. Dabei gewinnt sie dem Beiläufigen hintergründige Reize ab: Es sind Gedichte, die an den Rändern von Wahrnehmung und Gefühl oszillieren [...] Trotz einiger Redundanzen und ungewollter Brüche darf man „Salinenland“ zu den verheißungsvollen Lyrikdebüts der Saison zählen.” Jan Volker Röhnert im Onlineportal des Tagesspiegel, (5. 11.2009)

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Auch im Feuilleton des ND wurde Salinenland gelesen. Von “schwebend-schönen Gedichten” ist die Rede dort (Wochenendbeilage vom 28./29. 11.2009).

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“Überhaupt geht es in »Salinenland« um verschwimmende Grenzen, sich verflüchtigende Horizonte und ausgefranste Ränder der vermeintlichen Realität. Wirklich gut wird der Band in den feinen Beobachtungen von alltäglich geläufigen Wahrnehmungen, dann wenn zum Beispiel das rissige Holz eines alten Tisches zur Landkarte gerät oder Räume ihre »Muster im Mauerwerk«, verborgen in Raufasertapete und hineintapezierte Lebensgeschichten, nur zögerlich preisgeben.” (Katrin Greiner, Neues Deutschland, 07.01.2010)

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“Mertens Texte haben etwas Klassisches in ihrer Zurückhaltung, ihrer reinen Verdichtung und dem Verzicht auf jene alten Spielereien, mit der die Vertreter der »Lyrik von jetzt« sich voneinander abzuheben versuchen. Schön daran ist, dass das Ergebnis nicht konservativ sein muss – sondern einfach gekonnt. Merten verzichtet auf jeglichen revolutionären Gestus, eben, weil sie es sich leisten kann. Ihre taktvollen Marginalien sind ein überaus gelungenes Debüt.” Hannes Bajohr, goldmag.de, (23.01.2010)

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“Salinenland ist von der ersten bis zur letzten Silbe ein durchkomponierter Strom, der seine ureigenste Melodie summt, seinem Rhythmus folgt, sich nie ablenken lässt, nie zu weite Wege macht.” (Alma, lovelybooks, 25.01.2010)

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Es ist eine Art inneres, um Unaus­gesprochenes kreisendes Beben und Zittern, um das diese Gedichte kreisen.” Stephan Turowski, im Poetenladen am 22.02.2010)

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“Hier aber war ein Gedicht besser als das andere, ergänzten sie einander zu einer großen Komposition, die sich unaufdringlich, leise, ohne Pathos, doch umso intensiver einprägt.” (Jens-F. Dwars, in: Palmbaum 1-2010, März 2010)

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“… Zeilen, die sich lesen, wie die Verdichtung von Hanekes “weißem Band”.”  (Wilhelm Pauli, in: Forum Kommune 3-10, Juni 2010)

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“… Ganz kalkuliert und kunstvoll wird hier ein Klang- und Bewegungsraum aufgebaut, in dem der Leser sich am Ende wie ein schwingendes Pendel fühlt, das hier und da und dort anstößt und einen weichen Hall erzeugt. [...] Ein alltägliches, tausendmal erlebtes, monotones Hin und Her, was das Gedicht nicht beschönigt und doch mit genau kalkulierter Grazie transzendiert.” (Gisela Trahms, in: Neuer Wort Schatz [14] im titel.magazin, Dezember 2008)